19 | 11 | 2019

Schweden 2010

Dalsland-Kanal in Schweden

27.06. Martin schreibt

4:00 morgens, ich schalte den Fernseher aus. Schnell noch mal Duschen (es wird wohl für einige Tage die letzte Dusche sein). Dann die letzten Vorkehrungen: Brötchen schmieren, Zahnbürste einpacken, Packliste noch mal durchgehen, Frederike aus dem Bett schmeißen, losfahren. Wie immer kann man die Uhr nach uns stellen: 15 Minuten nach der verabredeten Zeit holen wir Karolin und Lars zu Hause ab. Die Vahrenwalder Strasse wirft uns am Sonntagmorgen um Halb sechs keinerlei Hindernisse in den Weg, als wir uns auf den Weg nach Norden machen. Auch die Autobahnen sind angenehm leer und die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle. Boote fest, Motor läuft, keine Staumeldungen, alles gut. Gegen 6:20 wird Frederike unterwegs in die Obhut der Großeltern übergeben. Ein kurzer Abschied und schon müssen wir weiter, denn die Fähre wartet nicht. Und bis Frederikshavn sind es noch 500 Kilometer. Zum Glück verläuft die Fahrt weiterhin nahezu reibungslos. Auch ein kurzes Missverständnis des Fahrers zum Thema Tankanzeige konnte Dank einer nahe gelegenen Tankstelle ohne weitere Folgen geklärt werden, so dass wir mehr als rechtzeitig die Fähre nach Göteborg erreichen. Nach kurzer Wartezeit verschwinden wir mit zahllosen LKW´s im Bauch des Schiffs, das pünktlich ablegt.

Unsere erste Aufgabe an Bord besteht darin herauszufinden, wo wir das Achtelfinalspiel gegen England sehen können. Tatsächlich gibt es eine Leinwand mit Beamer, auf der wir wenigstens die 1. Halbzeit verfolgen. Die 2. Hälfte hören wir bereits im schwedischen Radio. Bester Stimmung dank des 4:1-Erfolgs unserer Nationalmannschaft erreichen wir um 19:30 unseren Campingplatz. Das gute Wetter, bei dem wir frühmorgens in Hannover gestartet sind, hat sich bis hierher nicht verändert, und die Prognosen für die nächsten Tage sind ebenfalls gut. Viele Gründe also, um beim ersten Zeltaufbau mit der Erholung zu beginnen.