16 | 11 | 2019

Schweden 2010

Dalsland-Kanal in Schweden

3.07. Karolin schreibt

Schland, oh Schland! Heute spielt Deutschland im Viertelfinale gegen Argentinien. Um 16:00 ist Anpfiff. Bis dahin steht bei uns allerdings noch das Paddeln im Mittelpunkt.

Heute haben wir alle für diesen Urlaub verhältnismäßig lange geschlafen. Bei Martin und Lars deutet sich aufgrund der langen Nacht mit Scotch und Zigarillos ein leichter Kater an. Da wir alle doch sehr geschafft sind, beschließen wir, heute einen Ruhetag einzulegen und nur eine kurze Runde zu drehen. Die Wetterprognose, die den bisher wärmsten Tag ankündigt, unterstützt unser Vorhaben. Schon zum Frühstück, das wir diesmal gemütlich zelebrieren, ist es drückend heiß. Zum Glück bieten die Bäume genügend Schatten. Der schwülwarme Tag mit fast 30° nimmt seinen Lauf.

Martin hat die Route verkürzt und führt uns zunächst an eine ausgewiesene Badestelle. Diese teilen wir mit einer Schwedin und ihren 5 Hunden. Ein erfrischendes Bad im kühlen Wasser des Sees kommt gerade recht. Dort verbringen wir auch unsere Mittagspause. Danach schleusen wir runter in den See, von dem wir gestern gekommen sind. Das Runter Schleusen ist wesentlich angenehmer als hoch.

Bis zu unserem Biwakplatz an einer Umtragestelle ist es dann auch nicht mehr weit. Auch sind hier viel weniger Paddler und Motorboote unterwegs.

Die Umtragestelle ist sehr schön gelegen und vor allem kurz. Die Wiese bietet viel Platz für Zelte, eine Feuerstelle und sogar 2 Toiletten und einen Müllcontainer. Auf der einen Seite der Wiese steht bereits ein Tippiähnliches Zelt, das zu einer Gruppe von Anglern gehört. Wir breiten uns in der Nähe der Feuerstelle aus und kochen erstmal Kaffee nach dem Zeltaufbau. Miriam und ich gönnen uns auch noch ein reinigendes Bad im See.

Gegen dreiviertel sechs recherchiert Martin die Fußballergebnisse per I – Phone. Mit 4:0 haben wir Argentinien aus dem Turnier gekickt! Damit ist der Abend gerettet und wir köpfen die letzte Flasche Wein. Als wir gerade beim Abendessen sind, kommt eine Busladung mit dänischen Jugendlichen und campiert neben uns. Die sind etwas chaotisch aber auch sehr unterhaltsam.

Abends gehen wir uns auch noch einmal die Beine vertreten. Der Biwakplatz liegt direkt an einer Strasse, die wir ein Stück entlanggehen. Am Straßenrand wachsen viele Wildblumen und sogar Erdbeeren. Die wilden Früchte sind zwar ziemlich klein, aber sehr aromatisch.

Nachts werde ich ein paar Mal wach, da eine Gruppe Canadierfahrer umträgt. Wahrscheinlich verrückte Nachtpaddler oder so!