15.8.2021

Deutsche Meisterschaften Teil 2 –
Diesmal Junioren und Leistungsklasse-Fahrer

Nachdem Finja Hermanussen eine Medaille nach der anderen auf dem ersten Teil der DM gesammelt hatte, wollten ihr Anton Budimir und David Appelhans (beide Jahrgang 2003) beim daran anschließenden zweiten Teil der Deutschen Meisterschaft in nichts nachstehen.

Gut, dass Kanuten nicht abergläubisch sind..

Am Freitag den 13. August 2021 hatte Anton seinen ersten Einsatz auf der DM der Junioren über die von ihm so geliebte 200m Sprintdistanz.

Während er mit einem Vorlaufsieg im K1 und einem zweiten Platz im Zwischenlauf souverän das Finale erreichte, lief es im Finale selbst etwas unglücklich. Der für Anton ungünstige Rückenwind schob ihn nur auf den 5. Platz, geschlagen von Konrad Gündel vom SC DHfK Leipzig, der mit einer Fabelzeit von 00:34:95 für Furore sorgte und mit für 200m sehr deutlichem Abstand gewann.

Auch über die 500m Distanz qualifizierten sich Anton und David im K1 ohne Probleme für den Zwischenlauf am nächsten Tag.

Und wie hat sich Finja am ersten Tag unter den älteren Junioren geschlagen? Sie hat das gemacht, was sie am besten kann und ist mit der zweitschnellsten Zeit aller Starterinnen im K1 über die 200m direkt in den Endlauf am darauffolgenden Samstag gefahren – und das trotz schwierigen Bedingungen mit starkem Wellengang.

Im K2 ist sie mit Isabel Bautista Barroso vom HKC Hannover über die 200m Strecke Fünfte geworden; sie konnten ihren Medaillen-Platz vom vergangenen Jahr also leider nicht verteidigen.

Der Samstag (14.August 2021) startete mit den 1.000m Vorläufen der Herren Junioren, wo nur David antrat und ungefährdet in den Endlauf einzog – wo er undankbarer Vierter wurde und sich mit Blech begnügen musste, seine Konkurrenten waren an diesem Tag einfach zu stark.

Zusammen mit David sollte es für Anton über die 500m Distanz im K2 auf die Medaillenränge gehen. Der zweite Platz im Vorlauf ließ Gutes erahnen, im Endlauf verließen die beiden dann jedoch die Kräfte und so wurde es nur ein siebter Platz. Das hatten sie sich beide anders vorgestellt.

Währenddessen ergatterte Finja im K1 über die 500m nochmal einen guten fünften Platz und im K2 über dieselbe Distanz völlig kaputt und ausgelaugt einen sechsten Platz – dabei sei erwähnt, dass sie im K1 mit Abstand die Jüngste im Endlauf war und sie nur von den drei Jahre älteren Fahrerinnen geschlagen wurde.

Am Sonntag, dem letzten Renntag, wollten Anton und David dann doch nochmal zu einer Medaille greifen, schließlich nagt es schon am Ego, wenn man trotz so guten Ranglisten-Ergebnissen und der Tatsache, dass es nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Junioren WM ist, kein Edelmetall mit nach Hause nimmt bei einer Deutschen Meisterschaft.

Neben dem K4 über die 1.000m musste auch noch der Sieger im K2 über dieselbe Distanz ermittelt werden.

Also wurden alle Rest-Reserven aktiviert und in das Rennen über 1.000m im K2 gesteckt. Mit einer Klasse-Zeit und einem Vorsprung von einer Sekunde wurden sie in ihrem eingefahrenen 2er sensationell Erste – und so war es zu verkraften, dass sie eine Stunde später im K4 über die gleiche Distanz zusammen mit Kjell Flechsig und Fynn Krause nur Fünfte wurden – die Körner waren alle schon verbraucht.

Diese tollen Ergebnisse im Junioren-Bereich darf man für David und Anton nur als Zwischenstation auf dem Weg zur Junioren-WM Anfang September in Montemor-o-Velho (Portugal) sehen, die aufgrund der derzeitigen Lage aus dem Sommer in den Spätsommer/Herbst verlegt worden ist. Dort wird Anton im K1 und K2 (diesmal ohne David) über die 500m starten; David wird im Flaggschiff des DKV, dem K4, an den Start gehen.

Für Finja war es eine super Gelegenheit, weitere Wettkampf-Kilometer zu sammeln und ihre Duftmarke auch schon bei den älteren Fahrerinnen zu hinterlassen.

Man darf also gespannt sein, was die weiteren Wochen und Monate so bringen!

Von links: David Appelhans und Anton Budimir (beide Jahrgang 2003) bei der Siegerehrung für den K2 über 1.000m

Von links: David Appelhans und Anton Budimir (beide Jahrgang 2003) bei der Siegerehrung für den K2 über 1.000m